ASV 2 gewinnt spannendes Spitzenspiel gegen Herzogenrath 1 mit 4,5-3,5

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In das Spitzenspiel gegen Herzogenrath (Erster gegen Zweiter) gingen wir mit nahezu idealer Aufstellung, was uns zum zahlenmäßig klaren Favoriten des Kampfes machte, da bei unserem Gegner der eine oder andere Spieler fehlte. Dass trotz eines derartigen nominellen Vorteils gerade unter den „stärkeren“ Teams der Liga jeder jeden Gegner in Bedrängnis bringen kann, zeigte auch der Verlauf in den ersten Stunden dieses Kampfes.

Kaum waren nennenswerte Vorteile auf einer oder der anderen Seite zu entdecken. Frank hatte in der Eröffnung einen Bauern geopfert/verloren und stand etwas schlechter, dafür konnte Philipp den katalanischen Mehrbauern erfolgreich behaupten. Spiros und Christoph hatten mit Weiß mindestens auch einen Raumvorteil aus der Eröffnung mitnehmen können, doch alles war weit weg von wirklich klarem Vorteil.

Franks Gegner bot dann Remis an, was Frank aufgrund des Minusbauerns auch annahm, hier hätte sein Gegner wohl noch weiterspielen können. [0,5-0,5] Sven hatte im Mittelspiel irgendwann einen Turm gewonnen gegen Springer und Bauer, doch das gegnerische Springerpaar war zu aktiv um bei reduzierter Bauernzahl die Mehrqualität entscheidend in Szene setzen zu können. So wurde hier Remis vereinbart. [1-1] Thomas Titgemeyer hatte mit Schwarz etwas mehr Raum aus der Eröffnung mitnehmen können, aber dabei blieb es dann auch „nur“ und hier ein weiteres Remis die logische Konsequenz [1,5-1,5]. Christoph hatte sich im Mittelspiel gegen das Benoni seines Gegners eine strategisch klar bessere Stellung erarbeitet, jedoch wurde der Zentrumshebel e5 etwas zu früh angesetzt, sodass Schwarz zu aktivem Gegenspiel kam. Einen ungenauen Verteidigungszug später war dann die Dame auf f7 felderlos und die Partie ging verloren [1,5-2,5].

Franz-Josef hatte sich in gegnerischer Zeitnot über ein Turmopfer einen unaufhaltbaren Freibauern erarbeitet. Dieser stellte seinen Gegner dann in der Folge vor zu große Probleme, sodass dieser um Zug 35 in schlechterer Stellung die Zeit überschritt. [2,5-2,5] Spiros hatte seinen Raumvorteil in immer mehr Druck gegen den schwarzen König umwandeln können und diesem Druck konnte sein Gegner bei knapper werdender Zeit auch nicht mehr standhalten. [3,5-2,5]

Nun liefen noch die beiden Partien an den vorderen Brettern, wo Philipp seinen Zeit- und Bauernvorteil aus der Eröffnung bis weit ins Mittelspiel halten konnte. Bei knapper werdender Zeit auf beiden Seiten musste er in der Folge den Bauern wieder zurückgeben und vereinbarte dann in immer noch leicht besserer Stellung Remis. Beide Spieler lebten da seit ein paar Zügen nur noch vom Inkrement und wollten die Partie nicht „auszocken“. [4-3] Dies machte aus Mannschaftssicht auch Sinn für uns, denn Thomas Huesmann hatte sich mit Weiß gegen das Aljechin seines Gegners eine gute Stellung erarbeitet und drückte im Mittelspiel ordentlich auf den schwarzen Königsflügel. Sein Gegner sah sich nach der Zeitkontrolle dann auch nicht wirklich imstande Gewinnchancen heraufzubeschwören und bot Remis an, welches Thomas zum Mannschaftssieg auch annahm.

Damit hatten wir diesen wirklich spannenden Kampf knapp mit 4,5 zu 3,5 gewonnen und erfreuen uns jetzt an der alleinigen Tabellenführung. Diese weiter zu verteidigen wird in den folgenden Runden das Ziel sein, als nächstes beim Auswärtsspiel in Kerpen.