Volles Haus bei der 2.Runde der Stadtmeisterschaft

Zur zweiten Runde der Stadtmeisterschaft waren am gestrigen Abend alle 24 Teilnehmer anwesend und brachten damit unsere räumlichen Kapazitäten schon so ziemlich an die Grenze. Die Einstellung an allen Brettern war extrem kämpferisch: es gab viele lange Partien und nur ein Remis.

Die beiden DWZ-Favoriten, Philipp Lamby und Frank Dischinger gewannen ihre Partien relativ schnell, gegen Detlef Roefe bzw. Wolfgang Römhild, aber alles andere als souverän. Philipp hatte voreilig eine Figur für zwei Bauern geopfert und stand sehr bedenklich, weil sein Angriff steckenblieb, und Frank wollte mit dem Scheinopfer eines Läufers eine Qualität gewinnen, und verlor stattdessen zwei Figuren für den Turm bei schlechter Stellung. Bei der Verwertung ihrer Chancen gingen die Außenseiter dann aber zu ungenau vor. Ein weiterer Favorit, Jens Messerschmidt, hatte in seiner Partie allerdings weniger Glück und konnte mit seinem Wanderkönig gegen Gerhart Bieberle nicht überleben. Die Tabellenspitze wird von Feyyaz Negüs und Tom Höfken komplettiert, die auch wie Gerhart mit zwei Siegen in das Turnier gestartet sind.

Eine wilde Partie spielten Adrian Yanes und Shridhar R. Adrian hatte in der Eröffnungen einen Bauern gegeben, aber überraschte Shridhar mit einem Scheinopfer der Dame auf g7, das nicht angenommen werden konnte, so daß die Dame im nächsten Zug den Bauern h7 nehmen konnte, wodurch der weiße Keilbauer auf h6 zum gedeckten Freibauern wurde.  Dafür stand die Dame nun so weit abseits, daß Schwarz am Damenflügel einen heftigen Angriff auf den König starten konnte, der in Zeitnot mit einem Dauerschach abgeschlossen wurde. Die längste Partie des Abends ließ den Turnierleiter an der Sinnhaftigkeit der Inkrementbedenkzeit zweifeln, denn die Kneterei endete erst um halb zwei in der Nacht : dann hatte Dr. Gernot Klein nach insgesamt mehr als hundert Zügen das ominöse Endspiel mit Turm und Läufer gegen Turm gegen Luca Bock gewonnen.

Die 3. Runde findet nächsten Mittwoch, den 29. September statt.