ASV besiegt Stolberg im ASVb-Pokal

In der ersten Pokalrunde traten wir mit einer Auswahl der zweiten Mannschaft gegen den Stolberger SV an. Da wir an jedem Brett deutliche DWZ-Vorteile hatten, waren wir klar favorisiert.

Am dritten Brett konnte Shridhar gegen den Stolberger Senior Franz Drosson mit den weißen Steinen aus der Eröffnung heraus das Läuferpaar gewinnen und drohte folgerichtig mit der Öffnung der Stellung seinen Vorteil auszubauen. Sein Gegner versuchte die Stellung geschlossen zu halten, schwächte dabei aber seine Königsstellung. Unter Shridhars Druck wickelte Drosson in ein verschieden farbiges Läuferendspiel mit Minusbauer ab. Aber Shridhar hatte alles gut berechnet und konnte seinen Freibauern umwandeln. 1-0

An Brett 2 spielte Philipp mit Weiß gegen Peter Preuschoff. Es wurde mit Französisch eröffnet und es entstand früh ein Endspiel mit Turm und gutem weißen Springer gegen schlechten schwarzen weißfeldrigen Läufer. Philipp drang am Damenflügel mit Turm, Springer und König in die gegnerische Stellung ein. Da sich Schwarz darauf verließ, dass es kein Durchkommen gab, verteidigte er sich passiv. Es wäre aber wohl besser gewesen, ein Gegenspiel am Königsflügel zu initiieren, denn Philipp konnte seinen Gegner fesseln und im geeigneten Augenblick in ein Bauernendspiel abwickeln. Mit einem Tempozug erlangte er die entscheidende Oppsition und damit den Sieg. 2-0

Mario hatte es am 4. Brett mit den schwarzen Steinen mit unserem ASVb-Vorsitzenden Jürgen Wagemann zu tun. Mario hatte in der Eröffnung etwas unbesorgt agiert und durch eine kleine Kombination einen Bauern verloren. Nach dem Bauerngewinn wurden die Damen getauscht. Aber danach waren die weißen Figuren nicht mehr optimal platziert und während Weiß sich konsolidierte, zentralisierte Mario seine Figuren. Mit einer kleinen Kombination konnte er den Bauern zurückgewinnen und in ein günstiges Turmendspiel abwickeln. Um im Turmendspiel aktiv zu bleiben, opferte der Weiße noch einen Bauern, aber danach gelang es Mario, verbundene Freibauern zu schaffen und damit den Sieg zu sichern. 3-0.

Die wohl spannenste Partie wurde am ersten Brett gespielt. Norbert spielte dort mit Schwarz gegen Lothar Harzheim einen beschleunigten Drachen. Harzheim legte es auf ein scharfes Mittelspiel an und ließ sich einen Doppelbauern auf der e-Linie machen. Dafür hatte er eine halboffene f-Linie und einen gefährlichen Läufer. Er startete einen Bauernsturm gegen die schwarze Königsstellung und schreckte auch nicht vor Qualitätsopfern zurück. Norbert verteidigte sich lange Zeit gut, nahm das angebotene Material nicht weg, sondern opferte selbst die Qualität auf c3. Statt nun mit reichlicher positioneller Kompensation und sicherem König weiter zu spielen, übersah er eine Abwicklung, bei der sein schwarzer König in Bedrängnis kam. Der Weiße fand mit wenig Zeit aber nicht den komplizierten Gewinn, sondern verlor ein Tempo. Dadurch bekam Norbert wieder Oberwasser und erlangte trotz Minusqualität entscheidenden Mattangriff. 4-0

Nach diesem Sieg sind wir nun im Halbfinale. Dort treffen wir auf PTSV Aachen.