Auch die zweite Mannschaft gewinnt

Am 10.11. versuchte das ASV II Team im Heimspiel gegen Eschweiler 1 endlich den ersten Saisonsieg einzufahren.

Christoph spielte am ersten Brett gegen den erfahrenen Gerd Geerlings. Gegen Geerlings Englisch Eröffnung spielte er einen Drachen mit vertauschten Farben, der ihm schnell eine passable Stellung einbrachte. Nach 15 Zügen einigte man sich dann auch schon in etwa ausgeglichener Stellung friedlich auf Remis.

Am zweiten Brett hatte es Frank mit der Aljechin –Abtauschvariante von Marcel Singh zu tun. Durch ungenaue Züge von Frank geriet er in eine unangenehme Stellung, in der Frank und auch die Mannschaft froh war als die Partie ausgangs der Eröffnung schnell Remis gegeben wurde.

Ebenfalls schnell Remis machte Ralf am dritten Brett mit Schwarz gegen Wolfgang Förster. Ein geschlossener Sizilianer ließ das Spiel schnell verflachen, ein aktives schwarzes Vorgehen hätte Weiß im Folgenden gute Chancen eingeräumt so dass Remis die logische Konsequenz war.

Gut in Form ist zurzeit Alexander, welcher am vierten Brett einen souveränen Sieg einfuhr. Gegen Tobias Schüller konnte er Ausgangs der Eröffnung Schwarz einen Isolani in der d-Linie verpassen, wofür keinerlei aktives Figurenspiel als Kompensation vorhanden war. In der Folge schaffte er es seinem Gegner weitere Schwächen anzudrehen, die seinem jugendlicher Gegner dann nach Eindringen der weißen Figuren auch die Partie kosteten.

Sein erstes Saisonspiel machte Boris am fünften Brett gegen den starken Josef Kaluza. Boris verbrauchte zwar viel Zeit, bekam allerdings schon in der Eröffnung Ausgleich und in der Folge verbesserte er seine Stellung weiter. In Zeitnot spielte Kaluza dann zu schnell und ließ einige aktive Möglichkeiten aus. So entstand nach der ersten Zeitkontrolle eine Stellung in der Weiß eine Figur für aktives Spiel geopfert hatte. Nach dem Umschiffen der letzten taktischen Tricks konnte Boris die Mehrfigur dann sicher ins Ziel retten.

Danielas Partie am sechsten Brett gegen Ulrich Spies war nichts für schwache Nerven. Sie kam gut aus der Eröffnung und auch wenn es teilweise sehr unorthodox aussah(König in der Mitte), schien sie die aktiveren Möglichkeiten in einer sonst recht geschlossenen Stellung zu haben. Als sich die Stellung dann gegen den schwarzen König öffnete, fasste sie den umständlichen Plan einen Bauern zu erobern anstatt die Figuren weiter zu aktivieren, welcher Zeit für Gegenspiel am Damenflügel gab. Das ausgangs der Zeitkontrolle entstehende Turm-Springer Endspiel war dann noch einiges an Arbeit ehe zur letzten Zeitkontrolle im Blitzen dann der letzte Bauer verwertet werden konnte.

Thomas hatte es am siebten Brett mit Achim Stock zu tun und hatte eine ähnliche Englisch-Variante auf dem Brett wie Christoph am Spitzenbrett. Im Gegensatz zu diesem konnte Thomas mit f5 ein ungefährdetes Zentrum aufbauen und bekam schnell eine sehr angenehme Stellung. Durch das Öffnen der f-Linie mit f4 und dem danach folgenden Generalabtausch entstand ein Turmendspiel mit Mehrbauern für Thomas was technisch wohl Remis ist, aber praktisch trotzdem sehr gute Gewinnchancen gab.Im entstehenden EndspielT+B vs T verpasste es Thomas an einer Stelle den König erfolgreich vom Bauern abzuschneiden und mit dem eigenen König vor den Bauern zu laufen, so dass der Gewinn nicht mehr möglich war.

Eine komplizierte Partie entstand bei Melih am achten Brett gegen Franz-Josef Huppertz. Symmetrische und verkettete Bauern und wenig Raum für aktives Spiel erforderten sehr genaues Umsetzen der eigenen Pläne und Aufstellung der Figuren. Nachdem Melih vor er ersten Zeitkontrolle noch die leicht bessere Stellung hatte, so schaffte es sein Gegner durch zähes Spiel sich langsam einen Vorteil zu erarbeiten, der ihm nach langem Kampf einen Bauern und das Eindringen in die weiße Stellung einbrachte. Vor Ende der zweiten Zeitkontrolle musste Melih sich dann einem starken Freibauern geschlagen geben.

Unter dem Strich steht aber ein erfreulicher erster Mannschaftssieg mit 5-3. Dieser sollte uns Selbstvertrauen geben für die nächste Auswärtsaufgabe am 24.11. in Horrem.

Herzlichen Dank an Christoph für den ausführlichen Bericht.