ASV II erreicht ein 4-4 bei Spitzenreiter Horrem

Am Sonntag den 24.11.13 musste das Team vom ASV II beim bis dahin noch ungeschlagenen, geteilten Tabellenführer Horrem antreten. Durch den ersten Sieg gegen Eschweiler hatten wir neues Selbstbewusstsein getankt und rechneten uns auch in diesem schweren Kampf Chancen aus etwas mitzunehmen.

Am Spitzenbrett spielte Sven mit Weiß gegen Michael Paris und schaffte es in einer selten gespielten Variante der spanischen Eröffnung erst seinem Gegner einen isolierten Doppelbauern zu geben und dann ihm das Rochaderecht zu nehmen. In der Folge bekam er die angenehmere Stellung und gewann dank aktivem Läuferpaar einen Bauern. Durch eine Ungenauigkeit gab er den Vorteil in Zeitnot aber wieder aus der Hand. Das entstehende Turmendspiel mit Mehrbauer war für Paris aber auch nicht zu gewinnen. [Remis]

Christoph spielte am zweiten Brett mit Schwarz gegen Klaus Rechner. In einem Königsinder mit g3 hatte Weiß immer ein leichtes optisches Übergewicht, jedoch war die Stellung zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Jeder eroberte am Damenflügel einen starken Springervorposten, von denen aber keine konkrete Gefahr ausging. Nach dem Abtausch einigen Materials entstand eine Stellung, in der beide Seiten einer Zugwiederholung nicht mehr ausweichen konnten. [Remis]

Mit Weiß am dritten Brett spielte Frank gegen Thomas Esser und bekam aus seiner katalanischen Eröffnung eine aktive Stellung mit Raumvorteil im Zentrum. In einer offenen Stellung ließ Frank eine taktische Möglichkeit ungenutzt, konnte jedoch im Übergang ins Turmendspiel einen Bauern gewinnen. Dieses Turmendspiel bot einige Gewinnchancen, allerdings gewann Schwarz den Bauern im richtigen Moment zurück so dass ein remises Bauernendspiel entstand. Dieses spielte Esser dann aber zu schnell und fand sich ohne es zu realisieren in einer Verluststellung wieder. [1-0]

Ralf spielte an Brett vier gegen Wilhelm Schulz. Er kam gut aus der Eröffnung jedoch ging irgendwann ein Bauer verloren und Schulz schaffte es mit seinen Figuren in der offenen g-Linie Druck gegen Ralfs König aufzubauen. In Zeitnot war die Partie dann aufgrund der schlechteren Stellung schon sehr bedenklich ehe ein letzter Fehler dem Weißen ein Matt ermöglichte. [0-1]

Miguel hatte es in seinem ersten Saisoneinsatz am fünften Brett mit Henrik Klasen zu tun. Gegen den sizilianischen Drachen griff er bedingungslos an und Schwarz schaffte es auch in der Folge keine konkreten Drohungen gegen die weiße lange Rochade aufzubauen. Viele genaue Verteidigungszüge waren erforderlich, die Klasen aber nicht alle fand und Miguel dann ein schönes Matt durch Turmopfer ermöglichten. Ein sehr überzeugender Sieg. [1-0]

Am sechsten Brett spielte Daniela mit Schwarz gegen Gerd Kirchner. In einer geschlossenen königsindischen Stellung in der Weiß die Rochade lange hinauszögerte um einem schwarzen Königsangriff am Königsflügel zu entgehen war es schwierig für Sie einen guten Plan zu finden. Durch eine Ungenauigkeit geriet ein Springer auf Abwege und bald öffnete sich das Zentrum und die aktiver postierten weißen Figuren konnten entscheidend eindringen. [0-1]

Einen deutlich DWZ-schwächeren jugendlichen Gegner hatte Thomas am siebten Brett mit Daniel Beißel. Aus einem Maroczy-Sizilianer bekam Thomas die aktivere und bessere Stellung. Im weiteren Verlauf geriet Beißel immer mehr unter Druck, was dazu führte, dass er in Zeitnot eine Figur und damit die Partie einstellte. [1-0]

Ralf spielte am achten Brett als Ersatz für den kurzfristig verhinderten Melih und hatte mit Schwarz gegen Karl Klöpper keine einfache Aufgabe. Klöpper gewann in einer Leningrader Variante durch frühes b4 viel Raum am Damenflügel, was aber bis auf ein leichtes positionelles Übergewicht keinen wirklichen Vorteil einbrachte. In beiderseitiger Zeitnot wurden dann noch viele  Züge geblitzt bis Weiß es schaffte seinen vorgerückten b-Bauern entscheidend einzusetzen. [0-1]

Dieses 4-4 ist unter dem Strich ein gerechtes Ergebnis, da wir aber früh mit 2,5-0,5 in Führung gegangen waren hatten wir zwischenzeitlich allerdings auch von einem Sieg geträumt. Gegen Ende des Kampfes kippten aber viele Partien so dass wir mit dem Unentschieden doch zufrieden sein mussten. Nach nun vier gespielten Runden und starker Gegnerschaft hoffen wir in den nächsten Runden als Favorit uns endgültig aus dem letzten Tabellendrittel verabschieden zu können. Das nächste Heimspiel steht am 15.12.13 gegen Lendersdorf an.