ASV II verliert deutlich gegen Lendersdorf I

Am 15.12. musste das Team vom ASV II zuhause gegen Lendersdorf antreten und wollte die positive Tendenz  der letzten Mannschaftskämpfe fortsetzen. Dies ging allerdings gründlich daneben:

Christophs Gegner am Spitzenbrett kam etwas zu spät und war mit den weißen Steinen nur auf ein Remis aus, wogegen in der Königsindischen Abtauschvariante auch kaum Möglichkeiten gegeben sind, dies zu verhindern. Zwar hatte Schwarz die gesamte Partie immer Ausgleich oder minimalen Vorteil, jedoch reichte dies nicht aus um Gewinnbringendes heraufzubeschwören. [Remis]

Frank kam gut aus der Eröffnung und hatte bald einige Entwicklungstempi  Vorsprung, trotzdem schaffte es Schwarz durch genaues Spiel die Stellung auszugleichen. Ein taktischer Springereinfall auf e3 kostete Frank dann die Qualität und er stand bis ins Endspiel klar auf Verlust. Dort gelang es Frank dann durch zähes Spiel seinen Gegner nervös zu machen, so dass dieser nach einigen ungenauen Zügen doch ins Remis einwilligte. [Remis]

Ralf bekam aus der Eröffnung mit Schwarz eine sehr passive Stellung, aus der er sich im Mittelspiel auch nicht wirklich befreien konnte. In der ersten Zeitnotphase gewann Weiß auch hier eine Qualität und das entstehende Endspiel Turm gegen Läufer mit beiderseits noch einigen Bauern war nicht zu halten. [0-1]

Alexanders Gegner am vierten Brett versuchte sich an der Altindischen Eröffnung, wogegen Alexander zwar sehr viel Raum am Damenflügel gewann, dort aber kein konkreter Durchbruch erkennbar war. Im tiefen Mittelspiel einigte man sich bei noch recht vollem Brett, aber wohl ausgeglichener Stellung, auf Remis. [Remis]

Miguel und sein jugendlicher Gegner spielten am fünften Brett eine sehr interessante Spanische Partie, in der Weiß zwar ein paar passive Figuren am Damenflügel hatte, dieses jedoch mit einem recht luftigen Schwarzen König kompensiert wurde. Beide hatten aktive Ideen und es wurde sehr unübersichtlich, jedoch schaffte es keiner sich ernsthaften Vorteil zu erarbeiten so dass die Partie nach der Zeitkontrolle Remis gegeben wurde. [Remis]

Daniela hatte es auch mit einem jugendlichen Gegner zu tun und hatte in einer katalanisch-artigen Struktur einen Augenblick die schwarze Möglichkeit unterschätzt, den Bauern auf c4 nicht nur zu schlagen sondern auch noch ohne große Schwierigkeiten zu verteidigen. In der Folge stand sie klar schlechter und opferte in der Zeitnotphase eine Figur, was aber keine Besserung der Stellung einbrachte.  [0-1]

Thomas bekam aus der Eröffnung heraus eine etwas gedrückte Stellung, der Gegner hatte einen schönen Bauern auf f6 der das schwarze Spiel lähmte. Da bei weiterem Fortführen der Partie die besseren Chancen sehr wahrscheinlich auf weißer Seite gelegen hätten, bot er im Mittelspiel Remis, welches auch angenommen wurde. [Remis]

Melih hatte am achten Brett schnell eine sehr aktive Stellung und kam in Folge zu einem gut aussehenden Königsangriff. Jedoch fand er keinen zwingenden Weg in das schwarze Lager und in Zeitnot übersah Melih dann einen Figurenverlust, der ihm die Partie kostete. [0-1]

Alles in Allem eine sehr deutliche 2,5-5,5 Niederlage, die aufgrund der ausgeglichenen Aufstellungen beider Mannschaften so nicht zu erwarten war. Die schlechte Stimmung unsererseits durch die Niederlage wurde allerdings aus meiner Sicht total unnötigerweise durch eine sehr hektische, stressige und unfreundliche Wettkampfleitung seitens eines Lendersdorfers verstärkt. Ich hoffe, dass so etwas in Zukunft nicht wieder vorkommt, denn wir alle spielen Schach weil es Spaß macht und durch derartiges Auftreten wird dieser Spaß leider erheblich eingeschränkt!

Weiter geht’s für uns am 19.01. bei Tabellenführer Herzogenrath. Wir müssen  uns erheblich steigern wenn wir dort Punkte entführen wollen.