ASV II macht großen Schritt Richtung Klassenerhalt!

Am sonnigen Sonntag den 9.3. musste ASV II bei Düren Derichsweiler I unbedingt gewinnen um dem Klassenerhalt ein Stück näher zu kommen. Da wir kurzfristig nur mit sieben Spielern antreten konnten, war der Kampf trotz unserer DWZ-Überlegenheit an vielen Brettern sehr spannend.

Am ersten Brett belohnte sich Christoph endlich für seine guten Partien in den letzten Kämpfen und fuhr verdient den vollen Punkt ein. Nach Damentausch eingangs des Mittelspiels gelang es ihm mit aktiven Figuren schnell nennenswerten Vorteil zu erlangen, was bald zu entscheidendem Figurengewinn führte. [1-0]

Frank kam gut aus einem Maroczy-Sizilianer und schaffte es im Mittelspiel die weißen Bauern durch geschicktes Tauschen des Fianchetto-Läufers gegen den Springer auf c3 zu sprengen und diese bald mit dem eigenen verbliebenen Springer einzusammeln. Da das weiße Gegenspiel in der offenen f-Linie erfolgreich zurückgehalten werden konnte war der Sieg nicht mehr weit. [1-0]

Alexander bekam aus der katalanischen Eröffnung heraus „die Stellung mit den hängenden Bauern“ nachdem sein Gegner auf c5 und d5 getauscht hatte, so dass das gesamte Mittelspiel damit verbracht wurde die Bauern anzugreifen bzw. zu verteidigen. Da keinem Spieler es gelang Vorteil zu erzielen wurde die Partie in Zeitnot richtig spannend. Weiß gewann zwar einen Bauern aber da ein Gewinn trotzdem sehr kompliziert gewesen wäre und dies die letzte Partie war, wurde dann bald Remis gegeben. [Remis]

Daniela bekam ebenfalls in einer Katalanischen Eröffnung genau den Eröffnungsvorteil den man mit dieser Eröffnung anstrebt. Passive Schwarze Figuren, starkes Zentrum, viel Raumvorteil, den sie im Mittelspiel weiter ausbauen konnte. Zur Zeitnotphase kam sie dann aber vom rechten Weg ab und der Vorteil schmolz nach und nach dahin. Im immer noch leicht besseren Doppelturmendspiel mit vorgerückten Freibauern auf beiden Seiten bot sie beim Stand von 4-2 Remis an, was zu meinem Erstaunen akzeptiert wurde. [Remis]

Ralf vdW kam gut aus der Eröffnung und hatte bald einen weißen d-Bauern isoliert, den er im Mittelspiel mit starken Springern blockieren konnte. Auch hier gelang es aber keinem der Spieler nennenswerten Vorteil zu erzielen, so dass in beiderseitiger Zeitnot viele Züge gemacht werden mussten. Ralf gelang dies besser als sein Gegner und nachdem er mit seiner Dame in das weiße Lager eindringen konnte machte sein Gegner einen falschen Königszug, welcher ihm durch einen Spieß die Dame kostete. [1-0]

Leo(ein echter Kämpfer aus der 3. Mannschaft) kam etwas passiv aus der Eröffnung und sein jugendlicher Gegner hatte eine sehr harmonische Stellung mit Türmen in den offenen Zentrumslinien. Im Mittelspiel gelang es ihm aber sich etwas zu befreien und seinerseits ein paar Drohungen mit Leichtfiguren aufzustellen, wovon eine kurz vor Beginn der Zeitnot nicht mehr pariert wurde und Leo mit Doppelschach zu entscheidendem Materialgewinn kam. [1-0]

Kaloyan ist ein neues Gesicht bei uns im Verein. Er ist Student und aus Bulgarien nach Aachen gekommen um hier Medizin zu studieren. In seiner Partie rochierte er aus der Eröffnung heraus lang, was sein Gegner mit der kurzen Rochade und einem folgenden Angriff auf den schwarzen Damenflügel beantwortete. Zwar gelang es Kaloyan die weißen Bauern zu sprengen, mit den offenen Linien und dem damit verbundenen Druck konnte er in Zeitnot seine Stellung aber nicht halten. Das war keine schlechte Partie von ihm, aber man merkte, dass die noch fehlende Praxis zu hohem Zeitverbrauch führte. [0-1]

So gewannen wir am Ende doch relativ beruhigend den Kampf mit 5-3. Ganz so deutlich war der Kampfverlauf allerdings nicht. Sowohl bei Leo als auch bei Ralf war der Ausgang der Partie lange völlig offen. Umso erfreulicher das gerade diese Partien dann durch Motivation und Kampfgeist in der entscheidenden Phase gewonnen werden konnten.

Durch den erneuten Sieg von Eschweiler (im „Abstiegsendspiel“ gegen Übach-Palenberg) befinden wir uns weiterhin nur einen Punkt vor dem ersten Abstiegsplatz. Allerdings haben wir Übach jetzt mit einem Punkt überholt und diese müssen bei dem heftigen Restprogramm mit Horrem, Herzogenrath und Lendersdorf über sich hinauswachsen um den rettenden Platz gegen Eschweiler zu verteidigen oder uns zu überholen. In Anbetracht dieser Situation ist es wahrscheinlich, dass ein Sieg gegen das noch mannschaftspunktlose und praktisch schon abgestiegene Bergheim im nächsten Spiel bei uns am 6.04. den Klassenerhalt sichern sollte.