Dritte verliert in Eschweiler, behält aber alle Chancen

 

Runde6

Die Dritte wollte am heutigen Sonntag in der Verbandsliga gegen die Erstvertretung des Eschweiler SC punkten. Im Abstiegskampf hätte das vor den anstehenden Runden gegen die direkte Konkurrenz eine gute Ausgangsbasis gebracht. Leider war aber bereits beim Zusammenstellen der Mannschaft der Wurm drin. Trotz des grossen Kaders musste die Vierte direkt mit zwei Spielern aushelfen (Vielen Dank an Paul und André K.). Das haben beide sehr gut gemacht, aber dazu später mehr.

Auch am Morgen kündigte sich bereits sehr früh ein gebrauchter Tag an. Bei Spiros lag eine kleine private Notsituation vor. Sehr mannschaftsdienlich von ihm, dass er dennoch die Reise nach Eschweiler antrat. Ein großes Lob an ihn. Im Gedanken an zuhause liess er früh eine Taktik zu, die ihn bereits in spürbaren materiellen und positionellen Nachteil brachte. Er kämpfte vorbildlich, musste sich dann aber doch geschlagen geben. [0-1].

Am siebten Brett kam Paul gegen seinen 240 DWZ-Punkte Gegner in ein Schwerfigurenendspiel. Der Gegner bot Remis und mit Blick auf die anderen Stellungen stimmte ich dem zu und wir hatten den ersten halben Punkt auf dem Tableau. [0,5-1,5]

Danach ging es an verschiedenen Brettern hoch her:

Taghi hatte gegen seinen DWZ-stärkeren Gegner eine starke Position mit starkem Angriff erreicht. Leider übersah er an einer Stelle einzügig einen Zug des Eschweilers und musste die Waffen strecken. [0,5-2,5]

Dass es kurz danach unentschieden stand, ist einmal mehr unter anderem Kaloyan zu verdanken. In gewohnt souveräner Manier konnte er auch die Herausforderung „erstes Brett“ meistern. In einer Aljechin-Verteidigung konnte er mit Weiß trotz leicht schlechterer Bauernstruktur seine sehr aktiv aufgestellten Figuren gegen den lang-rochierten König richten und schließlich gewinnen. [1,5-2,5]

Am 8.Brett gelang dann dem als Ersatz aus der Vierten eingesprungenen André Kusidlo, in einer Alapin-Stellung Vorteil zu erlangen und seinem Gegner zur Aufgabe zu zwingen [2,5-2,5].

Nun klappte aber nicht mehr viel. Eigentlich hatte sich Burkhard bereits eine vorteilhafte Stellung erspielt. Seine Figuren waren alle auf den gegnerischen König gerichtet. Der Gegner wusste sich nur durch ein Qualitätsopfer zu helfen. Die damit verbundende Aktivität gegen Burkhards König war nicht ausreichend. Leider übersah Burkhard dann einzügig eine Springergabel. Nun war es materiell ausgeglichen und die bessere Stellung des Gegner kam mehr ins Gewicht. Diesen Vorteil konnte er verwerten und wir waren wieder in Rückstand [2,5-3,5]

Es liefen noch zwei Partien. Leider gaben die Stellungen schon keine zwei Punkte mehr her. Adrian hatte da schon zwei Bauern weniger und keine richtige Kompensation. Die Stellung war nicht mehr zu halten, da die Mehrbauern des Gegners verbundene Freibauern waren. [2,5-4,5]

In der letzten Partie spielte André einmal mehr mit Schwarz und musste eine schwächere Bauernstruktur bei gegnerischem Läuferpaar verteidigen. Er hielt die Stellung geschlossen. Einbrechversuche der gegnerischen Dame wurden mit taktischen Drohungen des Damenfangs abgefangen. Zwischenzeitlich kam er durch Turmmanöver in einen minimalen Vorteil, der aber nicht auszubauen war. Er öffnete dann die a-Linie für seine Schwerfiguren und versuchte dort Fortschritte zu erzielen. Aber die weiße Stellung war zu stabil. Durch Vernachlässigung des Königsflügels kam er dann in Nachteil und stellte dann noch einzügig die Qualität ein. Im 61. Zug gab er auf und der Mannschaftskampf war mit 2,5-5,5 verloren.

Da unsere Konkurrenten gegen den Abstieg ebenfalls Federn lassen mussten, hat sich nicht viel geändert. Bei einem Sieg in drei Wochen am 4.2. im Heimspiel gegen Derichsweiler könnte man sogar die Abstiegsplätze verlassen. Hoffen wir, dass wir zu diesem wichtigen Spiel alle Topspieler einsetzen können.